Während des Fastens öffnen sich alle Schleusen des Körpers, denn mit der Darmentleerung am ersten Fastentag ist es noch nicht zu Ende. Der fastende Körper entledigt sich seiner Stoffwechselreste und seiner seit Jahren angehäuften Stoffwechselschlacken durch sämtliche Öffnungen und Poren die ihm zu Verfügung stehen.
Der Darm:
Er ist zur Aufnahme von Nahrung bestimmt und zur Ausscheidung von Schlacken. Jetzt beim Fasten ist er nur Ausscheidungsorgan und braucht zur Reinigung jeden zweiten Tag eine Spülung: den Einlauf.
So macht man den Einlauf selbst:
Klistierbehälter- oder beutel im Badezimmer mit körperwarmen Wasser füllen (1Liter), Probelauf ins Klo oder Waschbecken, bis keine Luftblasen mehr im Schlauch sind. Schlauch abklemmen, knicken oder, falls vorhanden, Hähnchen schließen. Das Darmrohr am Ende etwas einfetten.
Den gefüllten Einlaufbehälter an die Türklinke hängen. Lagern Sie sich mit Knien und Ellbogen auf den Boden und führen Sie das eingefettete Darmrohr so tief wie möglich in den After ein - pressen Sie ein wenig dagegen.
Während Sie das Wasser langsam einlaufen lassen, unverkrampft knien, Bauchdecke locker lassen, ruhig atmen. In zwei bis fünf Minuten treibt Sie ein heftiges Drängen aufs Klo; 2- bis 3 Mal "schießen" Wasser und Darminhalt befreiend heraus.
Mit einem Klistiergummiball kann man sich notfalls auch helfen. Sie müssen ihn nur 3- bis 4 Mal füllen und im Enddarm entleeren, zuletzt sehr gut ausspülen.
Der Einlauf mag antiquiert erscheinen - er ist aber nach wie vor die schonendste und ergiebigste Darmpflege überhaupt. Er trägt wesentlich zum Wohlbefinden des Fastens bei und hilft rasch bei Hungergefühlen, bei Kopf- und Gliederschmerzen. Es lohnt sich also. Er bleibt eines der wichtigsten Hausmittel für die ganze Familie bei Fieber und allen anderen Unpäßlichkeiten.
Sollte 1 Glas Sauerkrautsaft, Molke oder Buttermilch (1/8Liter) am Morgen zur Darmentleerung führen, dann kann dies genügen.
Ist es Ihnen nicht möglich einen Einlauf zu machen, dann trinken Sie morgens Bittersalz (2 Teelöffel auf 1 Glas warmes Wasser) oder "F.X.-Passage-Salz" (3-5 Teelöffel auf 1 Glas Wasser). Am besten man findet selbst heraus, was am besten zu einem passt und was am besten hilft.
Sie sollten allerdings bedenken, daß die meisten Handelsüblichen Abführmittel, so auch die Salze, die ruhige Darmarbeit ganz erheblich stören können. Ein Einlauf ist das schonendste Mittel. Solange Sie fasten scheidet Ihr Körper Giftstoffe aus...auch noch nach zwanzig Tagen.
Ausscheidung durch den Urin:
Der Urin ist zeitweise recht dunkel und riecht penetrant. Trinken Sie dann mehr Wasser, als der Durst verlangt. Wasser ist das ideale Mittel, um Nieren und Harnwege durchzuspülen. Sie scheiden einmal viel und einmal wenig Urin aus, aber das ist ganz normal. Am Gewicht erkennt man, daß der Körper phasenweise staut und entwässert - da darf man sich dann nicht ärgern, wenn das Gewicht gleich bleibt...auch das ist normal.
Nehmen Sie nie Entwässerungstabletten! Sie stören den sinnvoll regulierten Wasserhaushalt empfindlich und helfen nur zum Schein für 1- bis 2 Tage. Ihr Körper selbst reguliert den Wasserhaushalt sinnvoll...dafür ist er geschaffen. Mit Chemie eingreifen sollte man beim Fasten bleiben lassen...denn die Giftstoffe wollen Sie ja gerade loswerden!
Donnerstag, August 17, 2006
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